Mittwoch, 25. November 2009

Besuch in der Gemeinde

Da soll mal einer sagen bezüglich der Öffentlichkeitsarbeit in unserer Gemeinde tut sich nicht viel.
Heute war ich hoch erfreut, denn die von mir sehr bewunderte Leitung der Suppenküche Schleswig kam heute mitsamt Presse im Gepäck zum Gemeindenachmittag und hat sich noch einmal öffentlich für die Spende von 1066,35 Euro bedankt. Mehr davon lest ihr auf dem Schleswiger Szene Blog.
Ich finde das ist eine sehr tolle Geste, und ich habe mich tierisch darüber gefreut.Viel wichtiger als Fotos zu machen finde ich jedoch das "Öffentlich machen" von Mißständen in unserer Gesellschaft.
Laut der Leitung der Suppenküche steigt der Bedarf an warmen Mahlzeiten in unserer Stadt stetig an. Ich spreche hier nicht von den Menschen, die vielleicht ein bisschen weniger haben als ich und sich hin und wieder finanziell ein bisschen entlasten, nein, es geht tatsächlich um Menschen, die sonst definitiv nichts Warmes im Bauch gehäbt hätten. Es gibt sie, es mag zwar nicht die Regel sein, aber fest steht: es werden immer mehr. Es sind oft alte Leute, die früher ein in Trümmer liegendes Land aufgebaut haben. Heute finden sie sich ein für die einzige warme Mahlzeit am Tag. Sie sind mit dem was die Gesellschaft von ihnen fordert schlichtweg ÜBERfordert, und das macht sich finanziell auf erschütternde Weise bemerkbar. Ich könnte heulen.

Aber in unserer Suppenküche sind sie gut aufgehoben. Sie sitzen in Würde an liebevoll eingedeckten Tischen. Man nimmt sich ihrer an, hört ihnen zu und gibt ihnen das Gefühl, noch wertvoll und angenommen zu sein.

Fazit:
Politik kann Menschlichkeit auf Dauer nicht ersetzen.
Das wird mehr und mehr von der Umwelt begriffen und entsprechend kommen rührende Hilfsaktionen von Außen. Die sind auch dringend notwendig, denn das Projekt steht und fällt mit den Spenden.

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